Preisspannen, Stundensätze & versteckte Treiber
Was kostet eine Website in der Schweiz?
Wer diese Frage in eine Suchmaschine tippt, landet meistens bei einem von zwei Ergebnissen. Entweder bei einem Formular, das zu einer unverbindlichen Offerte einlädt. Oder bei einer Spanne von CHF 1’000 bis CHF 70’000, die alles abdeckt und deshalb nichts erklärt.
Für eine Budgetplanung taugt beides nicht.
Dieser Beitrag nennt Zahlen, sagt dazu, woher sie stammen, und erklärt, was den Preis wirklich bewegt. Am Schluss steht der Punkt, den Preisvergleiche fast nie ansprechen: Der Stundensatz allein sagt wenig. Welche Entscheidungen auf Dauer Geld sparen, behandelt der Leitfaden zu WordPress für Schweizer KMU.

Das Wichtigste in Kürze
Für eine übliche KMU-Website mit fünf bis zehn Seiten nennen Schweizer Anbieter Preise zwischen CHF 900 und CHF 15’000. Die Spanne ist deshalb so gross, weil die Anbieter Unterschiedliches darunter verstehen.
- Eine einzelne Seite kostet CHF 500 bis 3’000.
- Ein Onlineshop beginnt bei rund CHF 30’000.
- Für den Betrieb rechnen Sie mit CHF 400 bis 3’000 pro Jahr.
- Den Preis treibt selten die Technik, sondern fehlende Inhalte und offene Entscheidungen.
- Eine Preisangabe ohne Leistungsbeschreibung lässt sich mit nichts vergleichen.
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Warum die Angaben so weit auseinanderliegen
Für diesen Beitrag habe ich Schweizer Anbieter verglichen, die ihre Preise offenlegen. Das Ergebnis ist aufschlussreich, wenn auch anders als erwartet.
Ein Anbieter nennt für eine einfache Unternehmenswebsite CHF 900 bis 6’400. Ein anderer nennt für dieselbe Grössenordnung CHF 5’000 bis 15’000. Beide sprechen von fünf bis zehn Seiten.
Das liegt nicht an regionalen Unterschieden. Es liegt daran, dass jeder etwas anderes meint, wenn er «Website» sagt. Im einen Fall geht es um eine angepasste Vorlage mit Ihren Texten darin. Im anderen um Konzept, Gestaltung, Struktur, Texterstellung und die technische Grundlage für Suchmaschinen.
Daraus folgt die wichtigste Regel dieses Beitrags: Eine Preisangabe ohne Leistungsbeschreibung können Sie mit nichts vergleichen. Auch nicht mit meiner.
Die Spannen nach Projektgrösse
Mit diesem Vorbehalt im Kopf lässt sich der Markt trotzdem grob ordnen. Die folgenden Spannen fassen die Angaben beider Quellen zusammen, die unten verlinkt sind. Wo sie sich unterscheiden, steht die tiefere Untergrenze und die höhere Obergrenze.
| Projekttyp | Übliche Spanne |
|---|---|
| Einzelne Seite | CHF 500 bis 3’000 |
| Kleine Website, 5 bis 10 Seiten | CHF 900 bis 15’000 |
| Grössere Website ab 20 Seiten | CHF 7’500 bis 35’000 |
| Onlineshop oder Plattform | CHF 30’000 bis 80’000 |
Die einzelne Seite passt für einen Start, eine Kampagne oder ein einzelnes Angebot. Die tiefste Untergrenze, die Anbieter für eine gestaltete Seite nennen, liegt bei rund CHF 900. Wer deutlich weniger bezahlt, bekommt in aller Regel eine Vorlage mit ausgetauschten Texten. Das kann genügen, sollte aber bewusst so entschieden sein.
Die kleine Website ist der Normalfall für ein KMU. Nach meiner Erfahrung landen die meisten Projekte zwischen CHF 3’000 und 8’000, also im unteren Mittelfeld dieser Spanne. Die Ausreisser nach unten sind Vorlagenarbeit, die nach oben enthalten meist Texterstellung und Fotografie.
Die grössere Website beginnt dort, wo Struktur zur eigenen Aufgabe wird. Ab etwa zwanzig Seiten geht mehr Zeit in Navigation, interne Verweise und Redaktionsplanung als in die Gestaltung.
Der Onlineshop ist die teuerste Variante. Zahlung, Versand, Lagerbestand und die rechtlichen Anforderungen kommen zum gewöhnlichen Aufwand dazu.
Was der Betrieb kostet
Eine Website ist keine einmalige Anschaffung. Wer nur den Bau rechnet, plant zu knapp.
| Position | Pro Jahr |
|---|---|
| Hosting | CHF 120 bis 300 |
| Domain (.ch) | CHF 10 bis 25 |
| Laufende Kosten, einfache Website | CHF 300 bis 600 |
| Laufende Kosten, komplexe Website mit Testumgebung | CHF 1’800 bis 3’000 |
Bei den letzten beiden Zeilen gilt derselbe Vorbehalt wie bei den Projektpreisen. Die Quelle nennt Summen, aber nicht, was darin steckt. Ob damit eine Betreuung mit Sicherungen und Tests gemeint ist oder bloss Hosting und Plugin-Lizenzen, steht nirgends, und das System wird ebenfalls nicht genannt. Fragen Sie deshalb auch hier nach der Leistung, nicht nach dem Preis.
Eine Faustregel aus meiner Praxis: Rechnen Sie mit zehn bis zwanzig Prozent der Baukosten pro Jahr. Bei einer Website für CHF 10’000 sind das CHF 1’000 bis 2’000, also etwa CHF 80 bis 165 im Monat.
Dafür bekommen Sie Aktualisierungen, Sicherungen, Überwachung und jemanden, der erreichbar ist, wenn etwas nicht stimmt.
Diese Position lässt sich streichen. Sie spart dann Geld bis zu dem Tag, an dem etwas passiert. Eine einzige Wiederherstellung nach einem Einbruch kostet mehr als ein Jahr Betreuung.
Der Stundensatz sagt weniger, als man denkt
Hier kommt der Punkt, der in Preisvergleichen fast immer fehlt.
| Anbietertyp | Stundensatz |
|---|---|
| Freelancer | CHF 80 bis 120 |
| Spezialisierte Agentur | CHF 120 bis 250, im Schnitt rund 166 |
| Grosse Agentur | ab CHF 200 |
Die naheliegende Schlussfolgerung lautet: Wer weniger verlangt, ist günstiger. Das stimmt nur, wenn beide gleich lange brauchen.
Ein Rechenbeispiel. Dieselbe Website braucht bei jemandem mit Routine dreissig Stunden, bei jemandem ohne sechzig. Zu CHF 150 kostet die erste Variante CHF 4’500, zu CHF 80 die zweite CHF 4’800. Dazu ist die erste in der halben Zeit fertig.
Das ist keine Werbung für hohe Stundensätze. Es ist ein Hinweis darauf, dass ein Stundensatz erst zusammen mit der Stundenzahl einen Preis ergibt, und die Stundenzahl steht selten in der Offerte.
Nützlicher sind diese Fragen:
- Was kostet das Projekt insgesamt?
- Was ist enthalten, was nicht?
- Wie viele Korrekturschleifen sind inbegriffen?
- Was kostet der Betrieb im ersten Jahr danach?
- Was passiert, wenn ich später wechseln will?
Die letzte Frage stellt fast niemand. Auf Dauer ist sie die wichtigste, und im Glossar steht unter Lock-in-Effekt, warum.
Woran Projekte teuer werden
Nach zwanzig Jahren in diesem Beruf kann ich sagen, woran es liegt, wenn ein Projekt aus dem Rahmen läuft. Die Technik ist es selten.
Fehlende Inhalte. Der häufigste Grund. Ein Projekt steht wochenlang still, weil Texte oder Bilder nicht kommen. Übernimmt der Dienstleister das, kostet es zusätzlich, und zwar erheblich.
Offene Entscheidungen. Reden drei Personen mit und entscheidet keine, entstehen Schleifen. Jede Schleife kostet.
Nachträglich erweiterter Umfang. «Können wir noch schnell einen Blog dazunehmen» ist selten schnell. Mitten im Projekt kostet eine solche Ergänzung mehr als dieselbe Sache von Anfang an.
Sonderwünsche im Detail. Ein Element, das sich anders verhalten soll als vorgesehen, kann mehr Zeit brauchen als eine ganze Unterseite.
Altlasten. Bei einem Umbau kostet das Aufräumen oft mehr als der Neubau. Was über Jahre gewachsen ist, muss zuerst verstanden werden.
Drei dieser fünf Punkte können Sie selbst beeinflussen. Wer Texte und Bilder bereithält und vorher klärt, wer entscheidet, spart mehr als durch jede Verhandlung über den Stundensatz.
Wie Sie zwei Offerten vergleichen
Wer drei Angebote nebeneinanderlegt, vergleicht selten dasselbe. Fünf Punkte helfen dabei.
Was ist enthalten? Gestaltung, Texte, Bilder, Einrichtung, Einführung, Weiterleitungen von alten Adressen. Was fehlt, kommt später dazu und kostet dann.
Wie viele Korrekturschleifen? Zwei sind üblich. Steht nichts dazu, fragen Sie nach.
Wem gehört das Ergebnis? Domain, Hosting, Zugänge und Inhalte sollten auf Ihren Namen laufen. Sonst sind Sie gebunden.
Was kostet der Betrieb? Fragen Sie nach der Jahressumme, nicht nach dem Monatspreis.
Welche Technik? Eine Lösung, die nur ein einziger Anbieter betreuen kann, wird teuer, sobald Sie wechseln möchten.
Ist eine Reserve eingeplant? Kleine Änderungen während eines Projekts sind der Normalfall, nicht die Ausnahme. Eine Offerte ohne Reserve führt deshalb entweder zu Nachträgen oder zu Diskussionen darüber, was noch inbegriffen war. Ein brauchbarer Ansatz sind rund zehn Prozent der Auftragssumme.
Was das bei mir kostet
Damit dieser Beitrag nicht bei fremden Zahlen stehen bleibt.
Mein Stundensatz beträgt CHF 150. Das liegt über dem, was Freelancer üblicherweise verlangen, und im unteren Bereich dessen, was Agenturen berechnen.
Bei den Projektpreisen sieht es umgekehrt aus:
| Projekttyp | Bei mir |
|---|---|
| Onepager | ab CHF 1’000 |
| KMU-Website, 6 bis 12 Seiten | CHF 2’400 bis 7’200 |
| Umfangreiche Website mit Sonderfunktionen | CHF 6’000 bis 12’000 |
Gemessen am Markt liegt das am unteren Rand. Das ist kein Sonderangebot, sondern genau die Rechnung aus dem Abschnitt weiter oben: Ein höherer Stundensatz bei weniger Stunden ergibt am Ende einen tieferen Preis.
Möglich wird das durch die Struktur. Ich habe keine Angestellten, keine Büromiete an bester Lage und keine Verwaltung, die mitfinanziert werden will. Dazu arbeite ich seit über zwanzig Jahren mit derselben Technik und brauche für die meisten Aufgaben weniger Zeit als jemand, der sich einarbeiten muss.
Was der Betrieb bei mir kostet
Für die laufende Betreuung gibt es drei Pakete, jeweils pro Jahr:
| Paket | Preis | Enthalten |
|---|---|---|
| Basis | CHF 900 | Monatliche Aktualisierungen, tägliche Sicherung, Sichtprüfung, Erreichbarkeitsüberwachung |
| Standard | CHF 1’440 | Dazu Prüfung aller Formulare, Rücksetzung inbegriffen, Rückmeldung innert einem Arbeitstag |
| Premium | CHF 3’600 | Dazu wöchentliche Aktualisierungen, Tests in einer Kopie, Inhaltspflege, Quartalsberichte |
Wer lieber ohne Vertrag arbeitet, bezahlt den Stundensatz von CHF 150. Vertragskunden erhalten zehn Prozent auf alles, was über das Paket hinausgeht, also auch auf ein späteres Redesign. Denselben Rabatt gibt es bei Zahlung im Voraus für ein Jahr.
Ein Vergleich mit den Marktzahlen weiter oben führt nicht weit, weil dort nicht steht, was enthalten ist. Deshalb steht es hier.
Der Unterschied zwischen den Paketen liegt darin, was ein Fehler kosten darf. Gesichert wird überall täglich, und Sicherheitsupdates spiele ich überall sofort ein. Aktualisierungen gehen direkt auf die Website, und bricht dabei etwas, setze ich den vorherigen Stand zurück. Im Basispaket verrechne ich diese Zeit, im Standard ist sie inbegriffen. Bei einem Shop wäre ein Rücksetzen teuer, weil Bestellungen verloren gingen, und deshalb wird im Premiumpaket vorher in einer Kopie getestet.
Damit bestätigt sich die Faustregel von weiter oben. Bei einer Website für CHF 5’000 liegt die Betreuung im Basispaket bei achtzehn Prozent der Baukosten pro Jahr.
Wie ich mit Änderungen umgehe
Für Änderungen während des Projekts steht in meinen Offerten eine Reserve von zehn Prozent der Auftragssumme. Kleine Anpassungen sind damit abgedeckt, ohne dass wir darüber verhandeln. Zeichnet sich ab, dass die Reserve nicht reicht, sage ich es, bevor die Arbeit anfällt. Nicht auf der Schlussrechnung.
Was Ihr Projekt kostet, hängt vom Umfang ab, und das klären wir vorher.
Weiterführende Informationen
→ Pillar-Beiträge: WordPress für Schweizer KMU | SEO für Schweizer KMU 2026
→ Glossar: Lock-in-Effekt | Hosting | Domain | Webconcierge | Page Builder
→ Angebote: Webdesign für KMU | WordPress-Webentwicklung | Web-Beratung für KMU
Quellen:
- beyondweb.ch: Was kostet eine Webseite in der Schweiz (Auswertung mehrerer Schweizer Agenturen)
- bloqlabs.ch: Website Kosten Schweiz 2026
Die Spannen stammen aus öffentlich einsehbaren Preisangaben Schweizer Anbieter, Stand September 2026.

Fazit: Es zählt, wie andere Ihre Website erleben
Eine Website für CHF 3’000 kann ein guter Kauf sein oder verlorenes Geld. Dasselbe gilt für eine zu CHF 20’000.
Entscheidend ist, was Sie dafür bekommen und was danach passiert. Eine günstige Website, die nach zwei Jahren neu gebaut werden muss, war nicht günstig.
Gehen Sie deshalb mit einer Spanne ins Gespräch statt mit einer festen Zahl. Und fragen Sie nach dem, was nicht in der Offerte steht.
Ihr nächster Schritt
Wenn Sie vor einer Offerte stehen und nicht sicher sind, ob sie stimmig ist, klärt das eine Web-Beratung für KMU. Auch dann, wenn Sie danach jemand anderen beauftragen.
Wenn Sie ein Projekt planen, finden Sie unter Webdesign für KMU die Preisstruktur im Detail.
Für die Entscheidung davor hilft Webagentur oder Freelancer für Schweizer KMU.