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Regex (Regulärer Ausdruck)

    Ein regulärer Ausdruck, kurz Regex, beschreibt ein Suchmuster statt eines einzelnen Wortes. Damit lassen sich Texte, Suchanfragen oder Adressen nach Regeln durchsuchen, etwa nach allem, was mit «wie» beginnt.

    Was bedeutet das für Ihr KMU?

    Sie werden Regex kaum selbst schreiben müssen. Begegnen wird Ihnen der Begriff trotzdem, und zwar an drei Stellen.

    • In der Google Search Console. Dort heisst die Funktion «Benutzerdefiniert (Regex)» und erlaubt es, Suchanfragen nach Mustern zu filtern. Das ist deshalb der häufigste Berührungspunkt für ein KMU.
    • Bei Weiterleitungen. Wenn nach einem Relaunch hunderte Adressen umgeleitet werden müssen, geschieht das sinnvollerweise über Muster statt über Einzeleinträge.
    • In Analysewerkzeugen. Google Analytics und ähnliche Dienste nutzen Regex für Filter und Segmente.

    Der Nutzen ist dabei immer derselbe. Sie finden Strukturen statt Einzelfälle. Wer wissen will, wie viele Besucher über Fragen auf die Website kommen, braucht ein Muster und keine Liste einzelner Wörter.

    Die wichtigsten Zeichen

    Für den Alltag genügen allerdings wenige.

    ZeichenBedeutungBeispiel
    |oderwartung|support findet beides
    ^beginnt mit^wie findet alles, was mit «wie» beginnt
    $endet mitzürich$ findet alles, was darauf endet
    .ein beliebiges Zeichen
    .*beliebig viel Textakustik.*schule findet beides in dieser Reihenfolge
    [0-9]eine Ziffer[0-9]{4} findet Jahreszahlen
    \Sonderzeichen entwerten\.pdf sucht wörtlich nach «.pdf»

    Diese sieben Zeichen decken den grössten Teil dessen ab, was in der Praxis gebraucht wird.

    Der häufigste Stolperstein

    Regex beachtet in vielen Werkzeugen die Gross- und Kleinschreibung.

    Ein Muster wie Wartung findet deshalb nur Treffer mit grossem W. Menschen tippen jedoch meist klein. Dann bleibt das Ergebnis leer, obwohl Daten vorhanden wären.

    Abhilfe schafft deshalb ein kurzer Zusatz am Anfang:

    (?i)wartung|support

    Damit wird die Schreibweise ignoriert. Gewöhnen Sie sich an, ihn immer zu setzen. Er schadet nie und erspart die Suche nach Fehlern, die keine sind.

    Verschiedene Werkzeuge, verschiedene Regeln

    Regex ist nämlich keine einheitliche Sprache. Verschiedene Programme verwenden leicht abweichende Varianten.

    Die Google Search Console arbeitet mit einer Variante namens RE2. Diese ist zwar eingeschränkter als andere, dafür aber schneller und weniger fehleranfällig.

    Praktisch heisst das: Ein Muster, das in einem Texteditor funktioniert, kann in der Search Console eine Fehlermeldung erzeugen. Testen Sie deshalb dort, wo Sie es einsetzen wollen.

    Wann sich der Aufwand lohnt

    Regex ist eine Lupe. Wer folglich wenig zu betrachten hat, braucht keine.

    Bei einer Website mit wenigen hundert Impressionen im Monat können Sie die Liste der Suchanfragen einfach durchlesen. Das dauert fünf Minuten und liefert übrigens dasselbe Ergebnis.

    Ab etwa 2’000 Impressionen wird die Liste unübersichtlich. Dann beginnt der Nutzen, und zwar deutlich.

    Ebenso lohnt es sich bei Weiterleitungen. Wer etwa nach einem Relaunch dreihundert Adressen umleiten muss, spart mit Mustern Stunden.

    Warum das für Ihre Sichtbarkeit zählt

    Der Umweg über Muster führt zu einer Erkenntnis, die anders schwer zu gewinnen ist.

    Wenn Sie alle Suchanfragen filtern, die als Frage formuliert sind, sehen Sie, was Menschen wirklich wissen wollen. Das sind fertige Themen für Beiträge oder für Ihre häufigen Fragen. Ausserdem erfinden Sie nichts, sondern lesen ab.

    Für die Sichtbarkeit in KI-Antworten ist das besonders wertvoll. Solche Systeme greifen bevorzugt auf Inhalte zu, die eine klar gestellte Frage direkt beantworten.

    Wie ich das für Sie umsetze

    Bei Kunden mit ausreichender Datenmenge werte ich die Search Console regelmässig mit Mustern aus. Daraus entstehen anschliessend konkrete Vorschläge, welche Begriffe sich lohnen und wo Inhalte fehlen.

    Bei Relaunches setze ich Weiterleitungen wo möglich über Muster statt einzeln. Das ist weniger fehleranfällig und lässt sich zudem später nachvollziehen.

    Und bei kleineren Websites sage ich, dass sich der Aufwand noch nicht lohnt. Wer wenig Daten hat, braucht mehr Inhalte, keine besseren Filter.

    → Verwandte Begriffe: SEO | Keyword-Recherche | Suchintention | SERP | Long-Tail-Keyword | Sichtbarkeitsindex
    → Mehr erfahren: Search Console auswerten: versteckte Chancen finden | SEO für Schweizer KMU 2026
    → Externe Ressourcen: Google Search Console Hilfe zu Filtern | RE2-Syntax auf GitHub

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