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Full Site Editing (FSE)

    Full Site Editing (FSE) ist die Erweiterung des Gutenberg Block Editors zu einem vollständigen Site-Builder. Seit WordPress 5.9 (Januar 2022) können nicht nur einzelne Inhalte, sondern die komplette Website — inklusive Header, Footer, Menüs, Sidebars und globaler Styling-Optionen — über den Block Editor bearbeitet werden. FSE ist damit der grösste Paradigmenwechsel in WordPress seit der Einführung von Gutenberg selbst.

    Was bedeutet das für Ihr KMU?

    Vor Full Site Editing war WordPress zweigeteilt: Inhalte wurden im Editor bearbeitet, aber Struktur (Header, Footer, Menüs, globale Styles) musste entweder über den Theme-Customizer, über PHP-Code im Theme oder über Drittanbieter-Tools gemacht werden. Das war für KMU verwirrend und für Entwickler umständlich.

    Mit FSE ändert sich das grundlegend:

    • Ein einheitliches Werkzeug für alles — Inhalte und Struktur werden im selben Editor bearbeitet
    • Global Styles — Farben, Schriften und Abstände können zentral definiert werden und wirken sofort auf der gesamten Website
    • Block-Themes — eine neue Generation von WordPress-Themes, die vollständig auf FSE basieren (Standard-Themes wie Twenty Twenty-Four oder Twenty Twenty-Five sind Block-Themes)
    • Template-Bearbeitung im Editor — Sie können Seitenvorlagen (Blog-Archiv, Einzelseiten, 404-Seiten) ohne Code bearbeiten

    Was FSE für verschiedene Theme-Generationen bedeutet

    Nicht alle Themes unterstützen FSE in gleichem Umfang:

    • Block-Themes (wie Twenty Twenty-Four, aber auch moderne Themes) unterstützen FSE vollständig
    • Klassische Themes (wie viele Themes aus 2018–2021) unterstützen FSE nur teilweise
    • Hybrid-Themes (wie Neve in seiner aktuellen Version) bieten Gutenberg-first-Bedienung und nehmen FSE-Features schrittweise auf, ohne ihre bewährte Architektur komplett aufzugeben

    Die FSE-Entwicklung läuft weiter. Was 2022 eingeführt wurde, wird mit jedem WordPress-Release verfeinert. 2026 ist FSE stabil und produktionsreif, aber die Feature-Parität zwischen «traditionellem» WordPress-Workflow und reinem FSE-Workflow wird noch einige Jahre brauchen.

    Wann FSE für Ihr KMU relevant wird

    Für viele KMU-Websites ist vollständiges Full Site Editing heute noch überdimensioniert. Ein gut konfiguriertes Gutenberg-native Theme (wie Neve) mit seinen eigenen Styling-Optionen bietet oft die bessere Balance zwischen Kontrolle, Einfachheit und Wartbarkeit.

    FSE wird für Sie relevant, wenn:

    • Sie die Struktur Ihrer Website häufig anpassen wollen (Header-Varianten, saisonale Footer, Landingpage-Templates)
    • Sie eine grössere Organisation mit mehreren Redakteurinnen sind, die unabhängig am Site-Design arbeiten möchten
    • Sie maximale Flexibilität wünschen, ohne auf Page-Builder zurückzugreifen

    Wie ich das für Sie umsetze

    Für meine XINDAYA-Projekte setze ich auf Neve + Gutenberg als Standard — das ist FSE-kompatibel und FSE-bereit, nutzt aber nicht jedes FSE-Feature dogmatisch. In der Praxis hat sich gezeigt: KMU-Inhaberinnen wünschen eher Einfachheit als maximale Flexibilität. Neve liefert diese Einfachheit, während es mit FSE-Features wächst, sobald die Website das braucht.

    → Verwandte Begriffe: Gutenberg Block Editor | Neve Theme | WordPress | Classic Editor | Content Management
    → Mehr erfahren: WordPress Webentwicklung für KMU | Blog: Zwanzig Jahre WordPress-Theme-Entscheidungen
    → Externe Ressourcen: WordPress.org – Block-Themes und FSE | Full Site Editing Handbook

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